sedak tempered+
anisotropiefreies Sicherheitsglas für makellose architektonische Fassaden
sedak tempered+ ist das erste patentierte Vorspannverfahren, das Anisotropien in thermisch vorgespanntem Einscheibensicherheitsglas (ESG) und teilvorgespanntem Glas (TVG) eliminiert – ohne Kompromisse bei der strukturellen Leistung. Kein Regenbogeneffekt. Keine grauen Streifen. Keine irisierenden Muster – aus jedem Betrachtungswinkel und unter allen Lichtverhältnissen. Konform mit und EN 1863. Das Ergebnis: Architekturglas, das technisch überzeugt und zugleich ästhetisch höchsten Ansprüchen gerecht wird.
Vorteile für ArchitektInnen und FassadeningenieurInnen
- Makellose Glasoptik – keine Muster, keine Irisierungen, aus jedem Blickwinkel
- Patentiertes, ofengesteuertes Vorspannverfahren – homogene Spannungsverteilung
- Keine Interferenzfarben – Beseitigung des häufigsten ästhetischen Kritikpunkts bei vorgespanntem Glas
- Kein Regenbogen- oder Irisierungseffekt bei Tageslicht – entscheidend für Glasfassaden und Structural Glazing
- Volle strukturelle Leistungsfähigkeit – entsprechend Standard-ESG/TVG nach EN 12150 / EN 1863
- Kompatibel mit Verbundsicherheitsglas (VSG), Isolierglas (IGU) und beschichtetem Glas
Für Bauherren und Projektentwickler
Anisotropien in vorgespanntem Glas sind eine der häufigsten Ursachen für ästhetische Beanstandungen zwischen BauherrInnen, ArchitektInnen und Glaslieferanten. sedak tempered+ eliminiert dieses Risiko und bietet eine dokumentierte, messbare optische Qualität, die in Ausschreibungen spezifiziert und bei Lieferung verifiziert werden kann.

Was verursacht Anisotropien in vorgespanntem Glas – und wie löst sedak tempered+® das Problem?
Glas ist in seinem natürlichen Zustand optisch isotrop – Licht tritt gleichmäßig hindurch. Während der thermischen Vorspannung führen schnelle und ungleichmäßige Abkühlungsprozesse zu Restspannungsgradienten im Glas. Dadurch wird einfallendes Licht über die Oberfläche unterschiedlich gebrochen. Das menschliche Auge nimmt dies als schimmernde, regenbogenartige Flecken oder graue Streifen wahr – besonders sichtbar bei Tageslicht und vor hellem Himmel.
Diese Effekte galten bislang als unvermeidbar bei thermisch vorgespanntem Glas. Das patentierte Verfahren von sedak steuert Heiz- und Kühlzyklen so präzise, dass eine homogene Spannungsverteilung erreicht wird. Dadurch werden die Retardationswerte auf die in der rechtsstehenden Tabelle angegebenen Werte reduziert – messbar niedriger als die Grenzwerte der EN-Klasse A.
Die Retardationswerte werden mittels optischer Polarimetrie gemessen und in der untenstehenden technischen Spezifikation dokumentiert.
FAQ zu anisotropiefreiem Glas für Architektur und Fassaden
Der regenbogenartige oder schimmernde Effekt in vorgespanntem Glas wird durch Anisotropien verursacht – optische Unregelmäßigkeiten, die während des thermischen Vorspannprozesses entstehen. Wird Glas auf rund 620 °C erhitzt und anschließend mit Luftdüsen schnell abgekühlt, bilden sich ungleichmäßige Eigenspannungen im Glas. Diese Spannungsgradienten bewirken, dass Licht über die Oberfläche unterschiedlich gebrochen wird. Sichtbar wird dies als Interferenzfarben, regenbogenartige Flecken, graue Streifen oder schimmernde Effekte – besonders bei Tageslicht oder vor hellem Himmel.
sedak tempered+ basiert auf einem patentierten, ofengesteuerten Vorspannverfahren, bei dem Heiz- und Kühlzyklen präzise aufeinander abgestimmt werden. Durch die Minimierung von Spannungsunterschieden über die gesamte Glasfläche entsteht eine homogene Spannungsverteilung. Dadurch werden die Retardationswerte – abhängig von der Glasdicke und bezogen auf das 95-%-Quantil – auf unter 40 bis 80 nm reduziert und liegen damit deutlich unter den Grenzwerten der EN-Klasse A. Das Glas bleibt dabei vollständig konform mit EN 12150 (ESG) und EN 1863 (TVG).
Ja. Mit sedak tempered+ hergestellte Scheiben können uneingeschränkt zu Verbundsicherheitsglas (VSG), Isolierglas (IGU), bedrucktem Glas oder beschichtetem Glas weiterverarbeitet werden. Die anisotropiefreien Eigenschaften bleiben auch in der Weiterverarbeitung erhalten, sodass die hohe optische Qualität bis zum eingebauten Endprodukt bestehen bleibt.
Nach den derzeit gültigen europäischen Normen (EN 12150, EN 1863) gelten Anisotropien in thermisch vorgespanntem Glas ausdrücklich nicht als Mangel, sondern als akzeptierte Folge des Vorspannprozesses. Gleichzeitig sind sie eine der häufigsten Ursachen für ästhetische Diskussionen zwischen Bauherren, Architekten und Glaslieferanten. sedak tempered+ löst dieses Problem proaktiv – mit messbar reduzierten Retardationswerten, unabhängig von der normativen Einordnung.
Anisotropien sind dort am sichtbarsten – und am kritischsten –, wo Glasflächen gegen offenen Himmel oder helle Lichtquellen betrachtet werden. Besonders relevant ist dies bei tragenden Ganzglasfassaden, Überkopfverglasungen und Glasdächern, großformatigen Curtain Walls, Glasbrüstungen mit Tageslichteinfall sowie bei hochwertigen Innenverglasungen. In genau diesen Anwendungen wird sedak tempered+ spezifiziert, um eine durchgängig hohe optische Qualität über die gesamte Verglasung hinweg sicherzustellen.
sedak tempered+ ist derzeit mit vollständig dokumentierter Retardationsspezifikation in Dicken bis 12 mm verfügbar (≤ 6 mm, 8 mm, 10 mm, 12 mm). 15 mm ist auf Anfrage erhältlich. Bei projektspezifischen Anforderungen zu Glasdicken oder maximalen Abmessungen berät sedak individuell.
sedak tempered+ ist thermisch vorgespanntes Glas – nicht chemisch vorgespannt. Es bietet die gleiche strukturelle Leistungsfähigkeit wie konventionelles ESG bzw. TVG, einschließlich identischem Bruchbild und vergleichbaren Sicherheitseigenschaften. Im Unterschied zum Heat-Soak-Test (HST), der das Risiko von Spontanbruch durch Nickelsulfid-Einschlüsse reduziert, zielt sedak tempered+ gezielt auf die optische Qualität. Beide Verfahren lassen sich kombinieren: tempered+-Glas kann bei entsprechender Projektspezifikation zusätzlich einem HST unterzogen werden.
Ja. sedak tempered+ bietet dokumentierte Retardationswerte je Charge. Diese Werte können in Ausschreibungen und technischen Spezifikationen als messbare Qualitätsanforderung definiert werden. So lassen sich unpräzise Formulierungen wie „anisotropiefrei“ durch konkrete nm-Grenzwerte ersetzen. Für eine beispielhafte Ausschreibungsklausel steht sedak gerne zur Verfügung.
| Dicke | sedak tempered+ | Klasse A | Klasse B | Klasse C | |||
| ≤6mm | ≤40 ±15nm | ≤70nm | >70 und ≤95nm | >95nm | |||
| 8mm | ≤50 ±15nm | ≤80nm | >80 und ≤120nm | >120nm | |||
| 10mm | ≤60 ±15nm | ≤95nm | >95 und ≤140nm | >140nm | |||
| 12mm | ≤80 ±15nm | ≤115nm | >115 und ≤165nm | >165nm | |||
| 15mm | – | – | – | – |
sedak tempered+ erreicht über alle Glasdicken hinweg Retardationswerte deutlich unterhalb der Grenzwerte der EN-Klasse A. Die Werte werden lieferungsbezogen dokumentiert und können in Projektspezifikationen übernommen werden.
